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ÜBERSICHTROUTEUNTERKUNFTKTM HäNDLER
Start: Kuhmo
Ziel: Rovaniemi
Dauer: 8 Tage
Kilometer: ca. 1800 km
Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis Ende Juli (beste Zeit für die hellen Nächte)
In Kuhmo beginnt die Tour, um in Rovaniemi, dort, wo der Weihnachtsmann wohnen soll, zu enden. Dazwischen liegen ganze acht Tage und rund 1800 Kilometer Fahrtweg durch eine traumhafte Landschaft im Norden Europas.
 
Von Kumho aus geht es über die Straße 76 Richtung Sotkamo. Der etwa 60 Kilometer entfernte Ort lockt mit Skifahren im Sommer. Hier steht Finnlands einzige ganzjährig geöffnete Indoor-Langlaufanlage. Und wer will, der kann bereits hier zum ersten Mal auf der Sommertour Halt machen und für einen Moment in winterliche Gefilde abtauchen. Wer lieber den Sommer im Sommer mag und für wen 60 Kilometer noch keine zurück gelegte Strecke sind, der reitet auf seiner KTM weiter ins westlich von Sotkamo gelegene Kajaani. Die 40 000 Einwohner zählende Stadt in der Provinz Oulu hat zwar an Sehenswürdigkeiten nicht so viel zu bieten, dafür ist sie aber malerisch gelegen. Hier lohnt es sich, das Motorrad  einmal abzustellen, vielleicht einen Kaffee zu trinken und die romantische Stadt auf sich wirken zu lassen. Wem es in Kajaani allerdings immer noch zu wenig absolvierte Kilometer sind, der tourt weiter auf der E66 über Hyrynsalmi nach Suomussalmi, dem ersten Etappenziel nach 210 Kilometern auf der Reise zur Mitternachtssonne.  
 
Die 10 000-Seelen-Gemeinde an der russischen Grenze und einem traumhaften See ist der richtige Ort, um entspannt die (Noch)-Nacht zu verbringen. Wald und Wasser – so ist Finnland und so ist auch Suomussalmi. Zur Wahl stehen – typisch für Skandinavien – Ferienhäuser zum Übernachten. Wer es bequemer mag, der kann sich auch ein Zimmer im Scandic Hotel Kiannon Kuohot nehmen.
 
Am zweiten Tag der Tour geht es Richtung Norden nach Kuusamo. 165 Kilometer sind es von Suomussalmi, die unter die Pneus genommen werden müssen. Die lassen sich entspannt bewältigen. Es geht, wie sollte es anders sein, wieder durch endlose Waldgegenden. In Kussamo angekommen, sollten noch Fahrwillige einen Abstecher zum Kuitaköngas-Wasserfall und den Schluchtensee Julma Ölkky mit seinen teilweise 50 Meter steil empor ragenden Felswänden besuchen. Oder vielleicht die Sommerrodelbahn, die den Adrenalin-Tagesspiegel noch etwas weiter in die Höhe treibt? Wer es lieber entspannter mag, der kann auch auf der 9-Loch-Golfanlage Ruka ein bisschen Putten. Zeit dürfte in Kuusamo ausreichend dafür zur Verfügung stehen, denn die zweite Etappe ist relativ schnell bewältigt.
 
Für die Nacht wartet das mit drei finnischen Sternen dekorierte Hotel Sokos Kuusamo auf die Zweirad fahrenden Gäste.
 
Von Kuusamo aus geht es auf der dritten Etappe über die Straße 81 nach Posio und dann weiter über die 8 und die 944 entlang des größten finnischen Flusses Kemijoki nach Kemjärvi. Die Stadt liegt rund 90 Kilometer östlich vom Tourendziel Rovaniemi entfernt und ist gleichzeitig mit ihren 13 000 Einwohnern auch die nördlichste Stadt Finnlands.  Von hier aus lohnen sich Ausflüge in den Nationalpark Pyhä-Luotso, dem ältesten in Finnland, zum Beispiel zu den über 400 Jahre alten und unberührten Wäldern von Luosto oder der einzigen noch in Betrieb befindlichen Amethystgrube Europas in Lampivaarassa.
 
Von Kemijärvi sind es noch 108 Kilometer, die bis zum Etappenziel Sodankylä noch zu fahren sind. In dem Dorf lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch des „Corona Borealisis, Haus des Nordlichts“. Darin erfahren Wissensdurstige alles über die sonderbaren Polarlichter. Allerdings sind diese, wenn draußen im Sommer die Sonne scheint, mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Dafür wird drinnen dieses Lichtspektakel den Besuchern vorgeführt und die gesamte Forschungsgeschichte von antiken Vorstellungen bis zu den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt. Nach soviel Wissenschaft und Säkularität findet man die passende Abwechslung „gleich nebenan“ in einer der ältesten Holzkirchen Lapplands.
 
Und die richtige Unterkunft, das Hotel Artica Sodankylä,  ist in dem Dorf auch nur einen Katzensprung entfernt.
 
Der vierte Tag beginnt mit einem Goldrausch: Etwa 96 Kilometer nördlich von Sodankylä entlang der E75/4 liegt das Golddorf Tankavaara, wo die Atmosphäre eben dieses Rausches nach dem Edelmetall noch heute zu spüren ist. Dort lässt sich unter Anleitung von geschickten Goldwäschern selbst Gold waschen. Zudem zeigt eine Ausstellung vor Ort die Geschichte des Goldsuchens weltweit. Daher sollte man ruhig einmal das Motorrad abstellen und in den Rausch des Goldes für kurze Zeit abtauchen. Danach geht’s weiter nach Saariselkä im Herzen der finnischen Fjälls in der Nähe des Urho Kekkonen Nationalparks. Von dort aus führt die Tour nach Nordlappland – erst nach Ivalo an der Kreuzung der Straßen zum Polarmeer, nach Russland sowie Lappland und dann weiter auf der E75 nach Inari.
 
Inari ist das Verwaltungszentrum der finnischen Samen. Deshalb empfiehlt sich hier auch der Besuch im Sámi Museum, um etwas über die Kultur der Ureinwohner dieses Landstrichs zu erfahren. Wer möchte, der kann von Inari aus auch zu einer Rentierfarm fahren oder das samische Kunsthandwerk bewundern. Geboten wird den Besuchern des Ortes und der Gegend auf jeden Fall etwas.
 
Auch die Nacht muss man nicht im Freien verbringen. Das Hotel Inari bietet dafür seine Dienste an.
 
Wem Inari so gut gefällt, dass er am liebsten einen Tag in und um den verweilen möchte, der möge diese tun. Denn die fünfte Etappe führt von hier aus in den äußersten Norden Finnlands und wieder zurück nach Inari. Das sind 355 Tageskilometer in einer Schleife -  die allerdings mit einer der schönsten Straßen Finnlands, der 970.
 
Von Inari aus verläuft die Route auf der E75 nach Kaamanen und Utsjoki. Auf dem Weg dorthin liegt der Kevo Naturpark. Seine Hauptattraktion ist der etwa 40 Kilometer lange Kevo Canyon. Utsjoki selbst ist Finnlands nördlichste und einzige Gemeinde in der mehrheitlich Samen leben. Danach beginnt die Fahrt auf eben dieser Schönheit von finnischen Straßen. Die 970 führt wieder südwärts entlang der Grenze zwischen Finnland sowie Norwegen und am Ufer des Teno entlang nach Karigasniemi. Danach geht’s weiter auf der Straße 92 – wieder über Kaamanen und zurück nach Inari. 
 
Vom hohen Norden in echte Wildnis. So lässt sich der Tag 6 der Mitternachtssonnen-Tour kurz skizzieren. Denn auf der Straße 955 von Inari nach Levi fährt man durch eine echte Wildnis entlang dem Lemmenjoki Nationalpark nach Ostlappland. Der Lemmenjoki ist der größte Nationalpark Finnlands und dehnt sich auf annähernd 3000 Quadratkilometern aus. Das heißt viel Platz für viel Natur. Hier regiert daher die wirkliche Wildnis Lapplands mit Wäldern, Sümpfen und Fjäll-Gebieten.
 
Achtung: Hier gibt es weder Tankstellen noch andere Serviceeinrichtungen. Deshalb sollte man sich in Inari mit den wichtigsten Sachen versorgen, bevor es auf den Weg geht.
 
In Levi, nach 190 Kilometern Ursprünglichkeit, hat der Mensch wieder das Sagen oder besser gesagt: Feiern. Denn in dem Ort werden kräftig die traditionellen Mittsommerfeste und Mitternachtssonne-Feste gefeiert. Allerdings ist Levi noch nicht Etappenziel, sodass man nur einen Blick auf die Feiernden werfen kann. Ziel ist der Ort Muonio an der schwedischen Grenze. Hier wird nach 235 absolvierten Tageskilometern das Nachtlager im Hotelli Yeris Oy aufgeschlagen. 
 
Rovaniemi rückt näher. Noch sind es zwei Etappen, die bis dahin zurückgelegt werden müssen. Die 7. Etappe von Muonio nach Ylitornio ist rund 200 Kilometer lang und führt parallel zur schwedisch-finnischen Grenze Richtung Süden.  Die Strecke ist schnell bewältigt, sodass man nach Ankunft in Ylitornio genügend Zeit hat, um mit Tausenden von Finnen auf dem Hügel von Aavasaksa die Mitternachtssonne zu beobachten. Und es sollte zudem noch genügend Zeit bleiben, eine zünftige Sauna zu besuchen. Danach kann im Hotel Karemajat die letzte Nacht on tour eingeläutet werden.
 
Rovaniemi, so heißt der letzte Ort auf der Tour zur Mitternachtssonne. Dieser liegt am Zusammenfluss der beiden mächtigsten Flüsse Lapplands, des Kemijoki und Ounasjoki. Der Polarkreis verläuft bei Rovaniemi und Weihnachten ist in der Stadt an 365 Tagen im Jahr präsent. Kein Wunder, dass der Weihnachtsmann daher nahe dem Ort seinen Dauerwohnsitz haben soll. Eine Fahrt in sein Weihnachtsdorf lohnt sich auf jeden Fall - auch wenn Sommer ist. Und vielleicht lässt sich auch außerhalb der Weihnachtszeit eine Postkarte aus dem Weihnachtsmann-Postamt nach Hause schicken, um mitzuteilen, dass das Etappenziel auf der Tour zur Mitternachtssonne erreicht worden ist.
 
Start: Kuhmo
Kuusamo
Inari
Muonio
Ziel: Rovaniemi
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Tourbeschreibung 35.6 KB

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