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Südafrika ist eines der schönsten Enden der Welt. Durch ein gut ausgebautes Straßennetz lässt es sich wunderbar erfahren.
Am südlichsten Punkt Afrikas, Cape Agulhas, treffen Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander. Berühmter jedoch ist das Kap der guten Hoffnung 100 km weiter westlich. Und mit ihm Kapstadt. Wer an Kapstadt denkt, sieht das Tafelbergmassiv vor sich, mal mit, mal ohne Tischtuch (fließende weiße Wolken), immer aber faszinierend. Von hier aus lassen sich wunderbare Tagesausflüge unternehmen. Zum Cape Point oder auch in die nahe gelegenen Weinberge. Zahllose Weinkellereien laden zum Schauen und Kosten ein (Vielleicht gibt es ja einen Mitfahrer, der weder den leckeren Wein, noch den Sherry, noch den Portwein, noch den Sekt mag.). Und Stellenbosch fasziniert als Stadt der europäischen Einwanderer (Holländer und Hugenotten).
Als wäre die wunderbare Landschaft entlang der Garden Route nicht genug, laden zwischen Mai und November Wale zu Touren entlang der Küste ein. Das muss man gesehen haben, wie sich diese Riesen elegant aus dem Wasser hieven, um einen majestätischen Sprung hinzulegen, wie sie elegant mit der Rückenflosse winken oder einfach nur per Wasserfontäne herzlich grüßen.
Fährt man von der Küste nach Norden, so steigt das Land auf ein riesiges, hügeliges Hochplateau an, das so genannte Highveld. Im Nordwesten geht es über in die Kalahari-Wüste. Der Norden fasziniert mit seinem riesigen Baobabwäldern. Hier ist auch die Welt der „big five“, der Wildtiere. Löwe, Zebra, Elefant, Giraffe und Nashorn symbolisieren diesen Reichtum Südafrikas. Bekanntestes Beobachtungsgebiet ist der im Nordosten gelegene Krüger-Nationalpark.
Im Osten fällt das Highveld ab zur Limpopo-Senke. Auch ein Gebiet mit faszinierenden Nationalparks, deren Bewohner man im übrigen am besten auf gemieteten vier Rädern beobachtet. Die Küstenregion am Indischen Ozeans fasziniert außerdem mit uralten Wäldern, bis zu 500 m hohe Dünen oder dem Land der tausend Hügel nördlich von Durban. Im Hinterland künden rechts und links der Straßen kleine runde Hütten von den Menschen, die hier seit Jahrhunderten leben: den Zulus. Weiter östlich leben mehrheitlich Menschen vom Stamme der Xhosa, der zweitgrößten Bevölkerungsgruppe Südafrikas.
Noch einmal zurück aufs Hochplateau: Sein Kernstück sind die Drakensberge, ein gewaltiges Gebirgsmassiv und hervorragende Fotokulisse für Mensch und Maschine. Der 3377 Meter hohe Champagne Castle (Was für eine Name!) ist der höchste Berg Südafrikas. Wer keine Lust auf Wandern oder Klettern hat, dem seien Fahrten zu Höhlen und Labyrinthen empfohlen. Im Inneren der Drakensberge ist die Geschichte Südafrikas zu bewundern – an Hand von Jahrtausende alten Felsmalereien.
Zu aktuellen Genüssen: Südafrika lockt mit einer hervorragenden Küche, die von Einwanderern aus vielen Ländern beeinflusst ist. Zu empfehlen sind Sosaties (Schaschlik), Bobotie (Gehacktes mit Curry), Bredies (Eintopf mit Fleisch und Gemüse), Crayfish (Flußkrebs) und Biltong (Trockenfleisch). Ein Genuss ist der Wein!
Kleine Länderkunde:
Südafrika ist fast viermal so groß wie Deutschland, hat aber nur etwas mehr als die Hälfte der Einwohner, knapp 45 Millionen Menschen. Bevölkerungswachstum gibt es kaum noch, Aids ist eine riesige Bedrohung.
11 Landessprachen sind offiziell zugelassen. Deswegen muss aber niemand brockenweise isi Zulu oder isi Xhosa beherrschen. Mit Englisch kommt man bestens durchs Land. Und wer ein wenig holländisch beherrscht, der kann zumindest die Schilder am Westkap gut lesen, denn hier ist Afrikaans verbreitet, die Sprache der eingewanderten Holländer. |
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