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Fahrtipps Straße
Es ist unbestritten, die KTMs machen auch auf festem Untergrund jede Menge Spaß. Doch ebenso wie im Gelände, sollte man auch hier seinem Schutzengel immer eine Chance lassen. Auf der „Letzten Rille“ fahren, macht sicherlich Spaß und bringt einen Nervenkitzel mit sich. Was aber kommt danach?
 
Noch vor dem Start ist dies hier wichtig: Der Zustand des eigenen Bikes sollte unbedingt kontrolliert werden. Sind die Bremsen noch in Ordnung, wie sieht mit dem Luftdruck in den Reifen aus, etc. Ein paar Sekunden Aufmerksamkeit können Leben retten… Und, Schutzkleidung, Helm und Handschuhe sollten eigentlich selbstverständlich sein.
 
Grundregel Nummer eins nach dem Start lautet vorausschauendes, konzentriertes Fahren – so kann manche Risikosituation, die auch durch andere Verkehrsteilnehmer hervorgerufen werden kann, vermieden werden. Kommt es dennoch zu einer solchen Situation, wird man kaum noch die Zeit zum Nachdenken haben. Gut ist es dann, wenn Brems- und Ausweichmanöver quasi automatisch ablaufen. Aber das wird nur passieren, wenn man solche Vorgänge in sicherer Umgebung vorher trainiert hat.
 
Und das rät der österreichische Automobilclub ÖAMTC:
Motorradfahrer müssen in der Lage sein, die Fahrbahn richtig zu lesen. Dünne Striche in Kurven etwa können gefährliche Dieselspuren sein. Die kleinen Teerwülste, mit denen Risse ausgegossen werden, werden unter Sonneneinstrahlung weich und schmierig. Da hilft nur, vom Gas zu gehen.
 
Wichtig ist, in lockerer und entspannter Position am Bike zu sitzen. Wer verkrampft, blockiert sich selbst in den Bewegungen. Ein Finger sollte immer am Handbremshebel bleiben, also bremsbereit sein. Sonst gehen bei einer Notbremsung wertvolle Meter verloren.
 
Beim Kurvenfahren ist die richtige Blicktechnik entscheidend. Man fährt immer dorthin, wohin man schaut. Abwechselnd muss kurz die Fahrbahn vor dem Motorrad auf Hindernisse gecheckt werden, dann sollten erst der Scheitelpunkt der Kurve und danach das Ende anvisiert werden. Bei engen Serpentinen hilft ein Blick in den gedachten Mittelpunkt des zu fahrenden Kreises, schon klappt es.
 
Wenn beim Bremsen die Räder blockieren, muss natürlich die Bremse etwas gelöst werden. Blockiert nur das Hinterrad, sollte in gerader Fahrt nicht allzu viel passieren. Während des Auslenkens vor einem Hindernis muss die Bremse aber kurz gelöst werden, sonst wird die Reifenhaftung überfordert.
 
Bei einem Sturz sollte das Bike sofort losgelassen werden, die Maschine muss vor den Gestürzten rutschen. Wer sich groß und steif macht, hat größere Chancen, das Tempo zu verringern, bevor er auf ein Hindernis auftrifft.


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