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Senegal hat landschaftlich überraschend viel zu bieten: Sandstrände, Sahelzone, Steppe, Wälder und wilde Flusslandschaften. Der größte Teil des Landes liegt nicht mehr als 100 m über dem Meeresspiegel. Senegal ist für westafrikanische Verhältnisse ein entwickeltes Land, das man gut bereisen kann.
Die Hauptstadt Dakar liegt auf der Cap-Vert-Halbinsel, dem westlichsten Punkt Afrikas. Dakar ist ein Spiegelbild für ganz Westafrika, vor allem der riesige Hafen bestimmt den Rhythmus der Stadt. Ein sichtbares Erbe der französischen Kolonialvergangenheit sind Dakars Konditoreien und Teesalons. Sehenswert auch die Marché Sandaga, die größte Markthalle der Stadt. Hier sind alle Gerüche und Stimmungen Afrikas zu entdecken - in Früchten und Gemüse, Perlen und Weichrauch und einer großen Auswahl von afrikanischen Stoffen. Als Motorradfan muss man natürlich hinaus zum Lac Rose, dem Ort, an dem alljährlich im Januar die Rallye Paris-Dakar endet. Der rosa-rot schimmernde See erhält seine Farben durch die vielen Mineralien und Salze die in ihm gelöst sind.
Der Norden ist extrem dünn besiedelt. Die Landschaft ist karg. Dornige Büsche dominieren das Bild. Einen faszinierenden Kontrapunkt setzt der Senegal-Fluss. Er bildet die Grenze zu Mauretanien und windet sich mit seinen fruchtbaren Ufern wie ein grünes Band durch die Sahel. Im Mündungsdelta des Flusses liegt Saint Louis, die alte französische Kolonialhauptstadt. Sie besticht durch ihre Kolonialhäuser und Märkte sowie die unzähligen Pirogen, die ein wenig an die vergangenen Zeiten des ehemaligen Fischerdorfes erinnern.
Im Nationalpark Niokolo-Koba im Südosten des Landes kann man mit etwas Glück Elefanten, Büffel, Antilopen und auch Löwen beobachten. Er ist das größte zusammenhängende Naturschutzreservat Westafrikas. Der Park liegt an der Grenze zwischen trockener Savanne und Feuchtwald und bietet dadurch eine äußerst kontrastreiche Vegetation.
Fahrten ins Landesinnere führen durch Savanne, Akazienwälder und natürlich über Sand und Dünen.
Senegalesische Spezialitäten sind Chicken au Yassa (Huhn mit Zitrone, Paprikaschoten und Zwiebeln), Tiebou Dienne (Reis und Fisch), Dem à la Saint-Louis (gefüllte Meeräsche) und Maffe (Huhn oder Hammel in Erdnusssoße). Getrunken wird viel Pfefferminztee. Kosten sollte man den heimischen Palmwein, frisch oder gegoren.
Kleine Länderkunde:
Die Republik Senegal ist knapp 200.000 qkm groß und hat ca. 10 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus mehr als 20 ethnischen Gruppen zusammen. Dazu gehören Wolof, Peul, Diola, Mandingue und Soninké. Offizielle Amtssprache ist Französisch, daneben werden viele Stammessprachen gesprochen. Über 90% der Senegalesen sind Moslems. Ihren Nationalfeiertag begehen sie am 4. April. |
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