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Rumänien ist ein sehr armes Land. Das Image ist momentan so schlecht wie die Infrastruktur. Doch die Rumänen tun viel, um sich und ihr Land zu öffnen. Bekannt ist vielen nur eine rumänische Berühmtheit – Graf Dracula. Seinen Spuren kann man folgen. Auf Schloss Bran in Transsilvanien lässt sich die Geschichte des Prinzen Vlad Tepes nacherleben, der als Vorbild von Dracula gedient haben soll. Transsilvanien ist auch unter dem Namen Siebenbürgen bekannt. Die Siebenbürger Sachsen haben sich hier einst niedergelassen. Sibiu (Hermannstadt) ist noch heute das Zentrum der deutschsprachigen Minderheit. Hier wie in Sighisoara (Schässburg) fühlt man sich zwischen all den kleinen Häusern, dem Kopfsteinpflaster und den Gassen in alte Zeiten zurück versetzt. Brasov (Kronstadt) ist die größte der ehemaligen deutschen Städte Rumäniens und heute ein guter Ausgangspunkt für Touren ins Gebirge. Die Karpaten im Herzen des Landes bieten viel unberührte Natur. Im Banat im Südwesten und in den südlichen Karpaten liegt das Heilbad Baile Herculane. Hier kurten schon die Römer.
Touristisch am besten erschlossen ist die Schwarzmeerküste. Der berühmteste Badeort ist Mamaia nahe der Hafenstadt Constanta. Allerdings prägen große Hotelblöcke der sozialistischen Ära das Stadtbild.
Bukarest, die Hauptstadt, bezeichnete man in den 1930er Jahren als „Klein-Paris des Ostens“. Von diesem Charme ist nur noch wenig übrig.
Im Norden Rumäniens kann man in aller Ruhe in die Vergangenheit des Landes eintauchen, z. B. in den Bukovina-Klöster Humor, Voronet, Sucevita, Moldovita und Arbore. In den Bergdörfern findet man außerdem noch unverfälschte ländliche Kultur und wunderbare Holzschnitzarbeiten.
Das unvergleichliche Donaudelta schließlich bietet auf 5460 qkm Seen, Kanäle, Inseln, Wälder und Sanddünen. Von Tulcea aus lassen sich Schiffstouren unternehmen.
Jede Region hat ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten. Doch es gibt auch Nationalgerichte. Vor allem Suppen gehören dazu: Ciorbã de perisoare (Fleischklößchensuppe), Ciorbã Tãrãneasc (Sauerkraut-Gemüsesuppe mit saurer Sahne) sowie zahlreiche Lamm-, Geflügelklein- und Fischsuppen. Typisch rumänisch sind auch Ghiveci (über 20 verschiedene gebratene und kalt servierte Gemüsearten), Sarmale (Kohlrouladen), Mititei (Holzkohlen-Grillplatte) und gedünstete gefüllte Weinblätter.
Getrunken wird vor dem Essen gern Tuicã (Pflaumenschnaps) und zum Essen rumänischer Wein.
Kleine Länderkunde:
Rumänien ist 237.000 qkm groß und hat knapp 22 Millionen Einwohner. Landessprache ist Rumänisch. Fast 90% der Einwohner gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an. Nationalfeiertag ist der 1. Dezember. |
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