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Peru ist ein faszinierendes Land – landschaftlich und kulturell. Aber seine Attraktionen zu erfahren, ist nicht immer ganz leicht. Viele Straßen sind in einem schlechten Zustand. Eine internationale Autobahn ist im Bau, aber erst teilweise zu befahren. Generell wird Peru bestimmt von vier verschiedenen Landschaftsformen: Costa, Sierra, Montaña und Selva.
Costa heißt das breite Küstengebiet am Pazifik. In ihm finden sich Wüsten, die Großstadt Lima und archäologische Zeugnissen alter Kulturen. Im Talkessel von Lima und an seinen Hängen leben 8 Millionen Menschen. Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Viele Bauten wurden von den spanischen Kolonialherren errichtet. Ihr strenger Katholizismus hat auch eines der interessantesten Museen „inspiriert“ - das Inquisitionsmuseum mit seinem gruseligen Wachsfigurenkabinett.
Die Sierra ist geprägt von andinen Hochbecken und majestätischen Berggipfeln. Hier finden sich alte Inka-Stätten, die berühmteste ist Machu Picchu. Hier steigen Vulkane in den Himmel, hier liegt der gigantische Titicacasee. Von Cusco aus machen sich Jahr für Jahr tausende auf den Weg in die sagenumwobene Inkastadt Machu Picchu, entweder zu Fuß oder per Bahn. Das Becken von Cusco selbst gilt als „archäologische Hauptstadt Amerikas“. Bevor die Spanier kamen, erstrahlte Cusco in glänzendem Gold. Die Spanier änderten das. Heute beherrschen ihre kolonialen Paläste die Stadt. Und die bunten Straßenmärkte der Indios.
Kaum zu durchdringen ist die Selva, was soviel wie „Urwald“ bedeutet. Gemeint ist das grüne und feuchte Amazonas-Tiefland im Osten. Die Gebirgsflanken an seinem Rand werden „Montaña“ genannt.
 
Kulinarisch ist Peru von unendlicher Vielfalt. Einheimische Spezialitäten sind Escabeche (Vorspeise aus kaltem, zuvor gekochtem Fisch, mit Pfefferschoten und Zwiebeln), Chupe de Camarones (Eintopf aus Krabben, Milch, Eiern, Kartoffeln und Pfefferschoten), Sopa Criolla (stark gewürzte Suppe mit Rindfleisch und Nudeln), Aji de Gallina (Hühnerfleisch in pikanter Sahnesoße) und Lomo Saltado (Rindfleischstücke mit Zwiebeln, Paprikaschoten, Bratkartoffeln und Reis).
Getrunken werden gern einheimische Biere und Pisco Sour (gemixt aus kräftigem Weinbrand).
 
Kleine Länderkunde:
Peru ist 1,28 Millionen qkm groß und hat 26 Millionen Einwohner. 47% davon sind Indios, 37% Mestizen, 13% sind europäischer Herkunft. Landessprache ist Spanisch, regional wird auch Quechua und Aymara gesprochen. Die überwiegende Mehrheit der Einwohner ist römisch-katholischen Glaubens.
Ihren Nationalfeiertag feiern die Peruaner am 28. und 29. Juli. Am 28. Juli 1821 war das Land unabhängig geworden.
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