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Panama ist abseits des weltberühmten Kanals touristisch wenig erschlossen. Rechts und links der gut 80 km langen Wasserstraße warten etliche Meeresbuchten, tiefgrüne Bergregenwälder und Savannen darauf, entdeckt zu werden. Viele Naturschönheiten liegen in Nationalparks. Im Parque Nacional Volcán Barú an der Grenze zu Costa Rica lässt sich der 3475 m hohen Vulkan Barú bestaunen. Und wer Glück hat, an dem fliegt der berühmte Quetzal-Vogel vorbei.
Im krassen Gegensatz zur wohltuenden Ruhe des panamaischen Hinterlandes steht Panama-Stadt. Die Stadt brodelt, aber sie bietet auch reizvolle Einblicke in ihre Geschichte. Das Ruinenareal Panamá Vieja erinnert an die ersten Siedler von 1519. Die Stadt wuchs im Laufe der Jahrhunderte rund um eine kleine Landzunge, die sich in die Bucht von Panama schiebt. Die Altstadt Casco Viejo versetzt den Besucher schnell in alte koloniale Zeiten. Daneben gibt es aber ebenso verfallene Straßenzüge und eine ultramoderne Skyline.
Von Panama-Stadt aus ist ein Katzensprung zur pazifischen Einfahrt des Panama-Kanals (siehe Schwarz & Weiß) in Balboa. Faszinierend ist hier die riesige Brücke Puente de las Américas. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die weite Bucht von Panama mit der gigantischen Hochhaussilhouette des Bank- und Bürozentrums von Panama-Stadt. Balbao verdankt seinen Namen dem spanischen Konquistador Vasco Núñez de Balboa, der 1513 über den Landweg die Pazifikküste erreichte und ihr den Namen Südsee. An der Seepromenade von Panama-Stadt erinnert ein Denkmal an ihn.
Die Straßenverhältnisse Panamas sind ganz unterschiedlich. Die Panamericana von Panama-Stadt entlang der Pazifikküste bis an die costaricanische Grenze ist gut ausgebaut. Gleiches gilt für die Nord-Süd-Achse Transístmica von Panama-Stadt nach Colón am Atlantik. Abseits davon gibt es nur wenige asphaltierte Straßen, die wiederum schnell zu Schotter- oder Sandpisten werden. Während der Regenzeit sind die dann kaum befahrbar.
Kulinarische Spezialitäten des Landes sind Ceviche (Fisch in Limonensaft, Zwiebeln und Paprikaschoten), Palacones de Plátano (gebratene Kochbananen), Sancocho (Eintopf mit Huhn, Fleisch und Gemüse), Tamales (gewürzte Pastete in Bananenblätter gewickelt) und Carimañolas und Empanadas (Pfannkuchen mit Fleisch, Huhn oder Käse gefüllt).
 
Kleine Länderkunde:
Panama ist 75.000 qkm groß und hat 2,8 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung ist gemischt aus Mestizen, Weißen, Farbigen und Indianern. Landessprache ist Spanisch. Fast 90% der Menschen gehören in Panama dem katholischen Glauben an. Der 3. November ist der Nationalfeiertag.
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