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In der Sprache der Ureinwohner Neuseeland, der Maori, heißt ihre Heimat „Land der langen, weißen Wolke“. Eine poetische Umschreibung für ein Land, dass einfach alles zu bieten hat, was es auf der Welt so gibt: Buchten und Strände wie in der Südsee, Fjorde wie in Norwegen, mit Eis bedeckte Berggipfel wie in Südamerika, Gletscher und Seen wie in den Alpen, Wasserfälle wie im Amazonasgebiet, Geysire wie in Island. Die Natur ist der Star in Neuseeland.
Um sie zu entdecken, wird man auch Städte passieren. Auckland, Neuseelands größte Stadt, hat außer seinen Wolkenkratzern jede Menge Grün zu bieten und – wer den Sitz mal tauschen will – wunderbare Bootstouren hinaus in die Inselwelt des herrlichen Hauraki Gulf. Von hier aus lässt sich auch gut der Norden erkunden: z.B. der Waipoua Kauri Forest mit seinen stattlichen Fichten-Exemplaren, die Bay of Islands oder Cape Reinga, der nördlichste Punkt des Landes.
Sehenswert auf der Nordinsel ist auch Rotorua am Lake Rotorua. Hier riecht es immer ein wenig nach Schwefelwasserstoff, hier blubbert die Erde, hier schießen Geysirfontänen in den Himmel. In Rotorua kann man schließlich auch etwas von der Vergangenheit Neuseelands entdecken, im New Zealand Maori Arts and Crafts Institute.
Im Osten der Insel liegen die spektakulären Klippen von Cape Kidnappers am Rande einer riesigen Bucht, die sich ins Land einschneidet. Die Hauptstadt Wellington schließlich sollte man schon deswegen gesehen haben, damit man sagen kann, man sei in stürmischsten Hauptstadt der Erde gewesen.
Neuseelands Südinsel ist das ideale Ziel für Naturfans. Hier locken im Nordwesten die Pancake Rocks, rund 30 Meter hohe Kalksteinfelsen, die aussehen wie riesige, übereinander gestapelte Pfannkuchen. Im Süden sind es die Southern Alps, die Südalpen, und der Mount Cook, knapp 3800 m hoch. Im Westen der Westland National Park mit seinen einmalig schönen Gletschern wie dem Fox Glacier und dem Franz Josef Glacier.
Als städtische Atempause sei Queenstown empfohlen, malerisch gelegen am Lake Wakatipu. Von hier aus lassen sich außerdem eine Menge Outdoor-Touren buchen, wenn man das Bike mal stehen lassen will.
Wer nach Neuseeland kommt, sollte das einheimische Fleisch genießen: Lamm, Rind und Schwein. Dazu gibt es oft Kumara, eine Süßkartoffel. Zu empfehlen sind auch einheimischer Fisch wie Snapper, Grouper und John Dory sowie Geflügel. Eine typische Nachspeise ist Pavlova, ein mit Früchten und Schlagsahne gefüllter Baiserboden.
Kleine Länderkunde:
Neuseeland ist 270.000 qkm groß und hat knapp 4 Millionen Einwohner. Etwa drei Viertel sind europäischer Abstimmung. Das „restliche“ Drittel setzt sich zusammen aus Maori, Pacific Islander, Chinesen und Inder. Landessprachen sind Englisch und Maori.
Etwas mehr als die Hälfte der Einwohner gehört dem christlichen Glauben an. Viele Neuseeländer sind konfessionslos. Ihren Nationalfeiertag feiern sie am 6. Februar.
Gern erwähnt wird auch, dass 60 Millionen Schafe auf den Inseln leben. |
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