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Mauretanien ist ein typischer Wüstenstaat. Er besteht aus weiten Sahara-Ebenen, Dünen, felsigen Plateaus mit tiefen Schluchten und einsamen Gipfeln. Das Tagant-Plateau im Süden liegt 600 m hoch. Hier leben auch die meisten Einwohner, in einigen Städten, kleinen Dörfern und Oasen. Das Nordufer des Flusses Senegal ist das ganze Jahr über grün. Im Westen geht die Sahara nahtlos in den Atlantik über.
Wer auf den Straßen und Pisten Mauretaniens unterwegs ist, muss immer wieder mit Sandverwehungen rechnen und Verkehrsteilnehmern, die sich an keine Regeln halten: Kamele, Esel und Ziegen. Auf Nachtfahrten verzichtet man am besten ganz.
Seit dem 7. Jahrhundert wird das Land vom Islam beeinflusst. Als Gast sollte man die religiösen Gesetze und Bräuche respektieren. Das heißt für Frauen: Nicht in aufreizend kurzen Shorts, bauchnabelfrei und schulterfrei durch die Orte laufen.
Kulinarisch hat Mauretanien einiges zu bieten: Besonders lecker sind Mechoui (ganzes gebratenes Lamm), Datteln, gewürzter Fisch mit Gemüse, getrocknetes Fleisch und Couscous. Beliebte Durstlöscher sind Zrig (Kamelmilch) und süßer Pfefferminztee.
In den Hotels der Hauptstadt Nouakchott kann man marokkanisch, libanesisch, chinesisch und natürlich französisch essen. Doch auch hier überwiegen die traditionellen Gerichte. Die Staatsreligion Islam verbietet den Genuss von Alkohol. Er wird darum nur in einigen Hotelbars angeboten.
Kleine Landeskunde:
In dem 1 Million qkm großen Land leben 2,5 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung teilt sich im wesentlichen in drei Gruppen: 20 % Mauren, 40 % Haratin (Schwarze maurischer Abstammung) und 40 % Schwarze.
Offizielle Landessprache ist Arabisch. Hinzu kommen als Nationalsprachen drei Stammessprachen. Mit französisch kommt man sehr gut durchs Land.
Islam ist in Mauretanien Staatsreligion. Der Nationalfeiertag wird am 28. November gefeiert. An diesem Tag 1960 wurde das Land unabhängig. |
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