|
|
|
|
 |
Der Iran ist mehr als Mullahs; Minarette, verschleierte Frauen und Teppichhändler. Auch atemberaubende Natur und Jahrtausende alte Geschichte prägen das persische Land. Die dominierende Landschaft ist das iranische Hochland. Die über 1000 m hoch gelegene Steppe wird von wenigen Oasen und kleinen Gebirgen unterbrochen. Auch der Westen des Iran ist gebirgig. Überragt wird alles vom Elburz-Gebirge, einer steilen und schmalen Bergkette, die sich im Norden majestätisch aus der fruchtbaren Region am Kaspischen Meer erhebt und dessen höchste Erhebung 5670 m emporragt.
Über ein gut ausgebautes Straßennetz kommt man in die meisten Regionen des Landes. Die beiden großen Hauptrouten verbinden die irakische und pakistanische sowie die afghanische und türkische Grenze.
Oft ist die Hauptstadt Teheran Ausgangspunkt einer Iran-Reise. Eine laute, schmutzige, dynamische Stadt, die ihre historischen Reize hat und von der aus man die Berge des Elburz bereits sehen kann. Sehenswert sind auf jedem Fall auch die Paläste der Schahs aus verschiedensten Epochen.
Historische Stätten von außerordentlichem Reiz sind die Städte Shiraz (Palastanlage von Persepolis), Isfahan (1000 Jahre alte Kunst und Architektur, Königspaläste, Moscheen) und Kerman (Basar, Karawanserei, Hamam). Yazd ist eine typische Stadt aus Lehmbauten und beherbergt außerdem die Moschee mit den beiden höchsten Minaretten des Landes. Ghom wiederum ist die drittheiligste Stadt des Islam.
Egal, wohin ein Reisender im Iran kommt: Er muss sich unbedingt an die islamische Kleiderordnung halten. Das bedeutet für Frauen Kopftuch und bedeckte Knie, für Männer lange Hosen.
Für die Reiseplanung ist es wichtig, den islamischen Fastenmonat Ramadan zu beachten. Das öffentliche Leben funktioniert in dieser Zeit nur eingeschränkt. Dafür ist es am Abend um so festlicher, Läden und Restaurants haben länger geöffnet.
Die iranische Küche ist delikat. Nationalgerichte sind Chelokabab (gegrilltes Lamm- oder Hammelfleisch mit Reis) und Abe Guscht (weich gekochtes Lammfleisch mit Gemüse). Zu beidem wird Dugh getrunken (Mix aus Wasser und Joghurt). Weitere Spezialitäten sind Polo Chirin (süßsaurer Safranreis mit Rosinen, Mandeln und Apfelsinen), Morgh Polo (Huhn und Pilaureis), Khoreshe Badinjan (Hammel- und Aubergineneintopf), Mast-o-Khier (kalte Joghurtsuppe mit Pfefferminze, klein gehackten Gurken und Rosinen) und Dolmeh (gefüllte Auberginen, Zucchini oder Paprika).
Wasser, Säfte und Tee sind überall zu haben. Alkohol ist streng verboten.
Kleine Länderkunde:
Die Islamische Republik Iran ist 1,6 Millionen qkm groß und hat 66 Millionen Einwohner. Gut die Hälfte sind Perser, hinzu kommen Aseris, Kurden, Luren, Araber, Belutschen, Kaschkai und Turkmenen. Offizielle Landessprache ist Farsi (Persisch). Verbreitet sind auch mehrere Turksprachen sowie Kurdisch, Arabisch und Belutschisch. Mehr als 90% der Iraner sind Muslime. Ihren Nationalfeiertag begehen die Iraner am 11. Februar. |
|
|
|
|
|