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LANDEINREISEWäHRUNGKLIMAGESUNDHEITBOTSCHAFTEN
Indien ist ein Koloss der Gegensätze. Himalaya und dampfender Dschungel, Land fressende Großstädte und vergessene Dörfer, traditionelles Handwerk und perfekte Computer, archaische Kasten und weltgrößte Demokratie – Indien ist schwer zu fassen.
Eine Reise kann sich in der Regel nur einem kleinen Ausschnitt widmen.
Im Norden locken die Teeplantagen von Assam und Darjeeling, die Gebetsfahnen der buddhistischen Klöster und das ehemalige Königreich Sikkim mit dem höchsten Berg Indiens, dem 8528 m hohen Kanchenjunga.
Rajasthan, das „Land der Könige“, öffnet mit seinen Burgen und Schlössern den Blick in Indiens märchenhafte Vergangenheit. Berühmtestes Zeugnis ist das Taj Mahal in Agra. Aber nicht nur an diesem marmornen Grabmal, auch auf den zahllosen Märkten und Basaren fühlt man sich in alte Zeiten versetzt.
Goa im Westen ist – ganz untypisch - von Portugal und den Christen geprägt. Die langen weißen Strände sind traumhaft und längst nicht mehr nur ein Ziel für Aussteiger. Hier finden sich aber auch die alten buddhistischen Höhlentempel bei Ajanta und Ellora sowie die Bergfestung von Gwalior.
Südindien ist (abgesehen von Kalkutta) sehr entspannend, die Menschen sind aufgeschlossen, die Tempel farbenfroh, die Landschaft sanft und grün. Das riesige Ganges-Delta hat unzählige Inseln und Kanäle zu bieten. Der Golf von Bengalen ist ein wunderbarer Ort, um ruhige Fischerdörfer zu erkunden und zu baden.
Kokos- und Pfefferplantagen, tropische Blumen und Palmen prägen die Landschaft um Cochin. Im Hinterland finden sich üppig-grüne Hügelketten und Wildreservate. Entlang der Straßen gibt es genügend kleine Hotels, die auf Gäste warten.
 
Die Mega-Städte Neu Dehli, Mumbai (Bombay), Kalkutta, Bangalore oder Chennai (Madras) können einen verschlingen. In ihnen kann man Indiens Probleme wie im Brennglas studieren: die Basare quellen über, der Verkehr kriecht, die Hochhäuser und Villen zeugen vom Reichtum, die riesigen Slums erzählen Geschichten vom millionenfachen Elend.
 
Indiens Küche ist unvergleichlich und nicht denkbar ohne das Aroma von Jasmin und Rosen sowie den Düften unzähliger Gewürze. Rogan Josh (Lammcurry) und Biryani (Huhn oder Lamm mit Reis, abgeschmeckt mit Zucker und Rosenwasser) sind Spezialitäten des Nordens. Beliebt sind auch Tandoori-Gerichte (mariniertes Huhn, Fleisch oder Fisch im Tonofen gebacken). Typisch für den Süden sind scharf gewürzte Gemüsegerichte, z.B. Bhaji (Gemüsecurry) und Dosa (hauchdünne Pfannkuchen aus Linsenmehl mit Gemüsefüllung und Kokosnußsoße). Die Westküste bietet vor allem Fisch und Meeresfrüchten. In ganz Indien wird Dhai (Joghurt als Beilage) angeboten. Das ist nicht nur lecker, es hilft auch, Zunge und Rachen mit den oft stark gewürzten Gerichte zu versöhnen.
Süße Köstlichkeiten heißen in Indien Kulfi (Eis), Rasgullas (mit Rosenwasser abgeschmeckte Quarkbällchen) und Gulab Jamun (Mehl, Joghurt und gemahlene Mandeln). Unübertroffen groß ist das Angebot an Obst.
Tee ist ohne Frage das beliebteste Getränk. Nur „Tray Tea“ ist purer Tee, ansonsten wird er mit Milch und Zucker serviert. Erfrischend sind auch Nimbu Pani (Limonensaft mit Soda) und Kokosmilch direkt aus der Nuss.
 
Kleine Länderkunde:
Indien ist 3,3 Millionen qkm groß und hat über 1,1 Milliarde Einwohner. Damit ist es nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Der amtliche Name des Landes lautet Bharat. Landessprachen sind Hindi und Englisch. Weitere 17 Sprachen sind anerkannt. Vorherrschende Religion ist der Hinduismus. 12 Prozent der Menschen gehören dem Islam an. Als Nationalfeiertage begehen die Inder den Republic Day am 26. Januar und den Independence Day am 15. August, dem Tag, an dem sie 1947 unabhängig wurden.
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