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Honduras – das sind tropische Regenwälder, versteckte Buchten, traumhafte Strände, stille Indiodörfer und koloniale Festungen. Und obwohl Honduras so viel zu bieten hat, ist das Land touristisch kaum erschlossen. Es ist ein armes Land, das reich an Schätzen der Geschichte und der Natur ist.
Die Städte des Landes, wie die Hauptstadt Tegucigalpa oder San Pedro Sula sind nicht besonders anziehend, eher Durchgangsstationen. Von San Pedro Sula aus erreicht man nach einer Tour durch grüne Hügel und vorbei an Mais- und Tabakfeldern Copán. Das Örtchen selbst ist ruhig und unauffällig. Aber einen Kilometer außerhalb liegt der Parque Arqueológico Copán Ruinas. Und den sollte man gesehen haben! In dieser Ausgrabungsstätte kann man sich wunderbar in die geheimnisvolle Welt der Mayas versetzen. Dass die Ruinen aus dem 5. - 9. Jahrhundert gut erhalten ausgegraben werden konnten, liegt daran, dass zur Zeit der spanischen Eroberer Copán bereits verlassen und vom Dschungel überwuchert war. Erst 1839 kam Copán während einer britisch-amerikanischen Expedition ans Licht zurück. Heute sieht man prächtige Tempel, Pyramiden, einen Ballspielplatz mit Tribünen, einen Opferplatz und eine Treppe aus mehr als 1200 beschrifteten Blöcken.
Eine schöne Tour führt auch nach Gracias. Die von spanischen Eroberern gegründete Stadt ist berühmt für ihre Kirchen. Ganz in der Nähe liegt der Parque Nacional Celaque, in dem sich der Cerro de Celaque erhebt, Honduras´ höchster Berg mit 2827 m. Wer von Gracias aus in Richtung Tegucigalpa fährt, kommt am Yojoa-See vorbei, in dessen Nähe sich wiederum der 30 m hohe Pulhapanzak-Wasserfall befindet.
In der Hauptstadt Tegucigalpa faszinieren neben vielen Kirchen und Kathedralen vor allem die unendlich vielen Straßenstände. Man hat den Eindruck, ganz Tegucigalpa sei ein großer Markt.
Ein völlig anderes Honduras präsentiert sich dem Besucher an der Karibikküste, Hier lebt die Volksgruppe der Garífunas, sie sind schwarz und gelten als die Afrikaner von Honduras. Ihre Vorfahren wurden von den Briten Ende des 18. Jahrhunderts gewaltsam hierher verschleppt. Die Garífunas haben noch heute ihre eigene Sprache, ihre Tänze und Riten. Typische Dörfer sind La Ensenada, Triunfo de la Cruz, San Juan und Tornabé nahe der Küstenstadt Tela. Daneben sind an der Karibikküste besonders die tropischen Feuchtwäldern, die Strände und die Hafenstadt Trujillo interessant.
Zu den kulinarischen Spezialitäten von Honduras zählen Curiles (Meeresfrüchte), Tortillas und Früchte: Avocados, Mangos, Papayas, Ananas und Bananen.
Kleine Länderkunde:
Honduras ist 113.000 qkm groß und hat 6,7 Millionen Einwohner, hauptsächlich Mestizen. Landessprache ist Spanisch. Ihren Nationalfeiertag begehen die Honduraner am 15. September, dem Tag, an dem das Land 1821 unabhängig wurde. 90% der Einwohner sind katholischen Glaubens. |
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