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In Großbritannien sind die Telefonzellen rot, der Humor schwarz und der Whisky edel und goldgelb. Ein beneidenswertes Land. Und ein gutes zum Reisen und Entdecken. Denn neben Queen, Regen und Pubs hat die Insel einiges zu bieten.
Natürlich lockt die Weltstadt London. Sie ist zum einen königlich und altmodisch. Zum anderen aber auch eine brodelnde Weltstadt. Die Glocken von Big Ben klingen seit Jahrhunderten gleich, und doch gehen in London die Uhren gegenüber dem Rest der Insel schneller.
Das kleine Wales (nur halb so groß wie die Schweiz) ist im Westen dem rauen Klima der irischen See ausgesetzt. Hinter den Dünen und Klippen erstrecken sich sanfte Hügel, Heidelandschaften und das Granitmassiv Snowdonias mit seinen über 1000 Meter hohen Bergen. Im Süden sorgt der Golfstrom für milderes Klima und damit für saftig grüne Wiesen und Eichenwälder. Schroffe Flussmündungen und riesige Wasserfälle bringen genauso Abwechslung, wie rätselhafte Steinkreise und mächtige Kathedralen.
An Englands Norden ist vor allem der Lake Distrikt mit seinen unendlich vielen spiegelglatten Seen reizvoll.
Schottland ist berühmt für seine Highlands. Aber auch die Lowlands lassen sich gut mit dem Motorrad erfahren. Egal, wo man unterwegs ist: Lochs, Burgen und Schafe begegnen einem hinter jeder Kurve. Südlich von Edinburgh erzählen Burgen und Klöster von Schottlands kriegerischen Auseinandersetzungen mit England. Im Norden, dem Hochland, machen malerische Täler, schroffe Berge und raue Felsküsten jede Tour zu einem Erlebnis. Einen Tag Ruhe sollte man dem Bike denn aber doch gönnen, um eine, zwei oder auch drei der vielen kleinen Whisky-Destillerien zu besuchen. Und die Ergebnisse der harten und mühsamen Brenner-Arbeit zu testen.
Nordirland ist eigentlich ein Synonym für Grün. Sanfte Hügel, klare Flüsse und blühende Büsche und Weiden laden hier zum Entdecken rechts und links der Straße ein. Noch ist Nordirland ein touristischer Geheimtipp. Deswegen sind die Straßen erstaunlich leer.
Kulinarisch setzen die Briten auf Tradition. Nationalgetränk ist Tea (Tee mit Milch). Ebenso legendär : das englische Frühstück mit sausages (Würstchen), bacon (Schinken), mushrooms (Pilze), tomatoes (Tomaten), backed beans (gebackene Bohnen) und und und. Man kann auch auf porridge (Haferbrei) oder cereals (Frühstücksflocken) umsteigen. Dem Schottlandbesucher sei Haggis ans Herz gelegt (Schafsmagen gefüllt mit durchgedrehten Innereien). Nur Mut, das ist schottisches Kulturgut!
Kleine Länderkunde:
Die britische Insel ist 243.000 qm groß. Auf ihr leben 59 Millionen Menschen. Landessprachen sind Englisch, Walisisch, Gälisch und Cornish. Als Nationalfeiertag wird der 2. Sonnabend im Juni gefeiert, als Queen’s Official Birthday. Die Mehrheit der Briten gehört der Anglikanischen Kirche an, 6 Millionen sind Katholiken. Bedingt durch die Einwanderer aus den Commonwealth-Staaten leben in Großbritannien auch 2 Millionen Moslems und 1,4 Millionen Hindus und Sikhs.
Wales ist seit 1536 an England gebunden, 1707 kam Schottland hinzu. |
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