Die Landschaft unmittelbar um Almería ist geprägt von der spektakulären Küstenregion um den Cabo de Gata, durch die Gebirge Sierra de Gádor, Sierra de Alhamilla oder der Sierra de los Filabres geprägt. Außerdem wartet auf Motorradfahrer zwischen den beiden letzteren Gebirgen ein für Spanien einmaliges Wüstengebiet. Vamos!
Von Almería, der fast 180 000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt aus, geht es sofort in die spektakuläre Küstenregion. Bereits nach 15 Fahrkilometer erreicht man das kleine Fischerdorf San Miguel de Cabo de Gata. Hier fühlen sich Motorradweltenbummler nach Südamerika versetzt. Denn in der nahe gelegenen „Reserva de las Salinas“ brüten Flamingos. Von den schönen Vögeln führt die Strecke weiter zu den Fischerdörfchen San José, Los Escullos und La Isleta del Moro. Unweit von La Isleta de Moro lohnt es sich, für kurze Zeit das Motorrad abzustellen. Denn vom Aussichtspunkt „Mirador de La Amatista“ kann man seinen Blick in die Ferne schweifen lassen.
Und wen hier ein Hauch von Fernweh überrascht, der setzt sich wieder auf seine KTM und tourt weiter. Über Rodalquilar, einem unbewohnten Dörfchen mit den Resten einer alten Goldmine, Las Negras und Fernán Pérez nach Níjar. Das in einer weiten Ebene voller Agaven gelegene Dorf mit seinen rund 20 000 Bewohnern ist vor allem für sein Kunsthandwerk bekannt. Und wer jetzt schon auf der Suche nach einem kleinen Andenken ist, wird in dem Ort bestimmt fündig. Wer keinen Bedarf spürt, der rollt weiter und genießt die Fahrt jenseits des mitteleuropäischen Winters. Und wird vielleicht in Sachen Kunst und Kultur bei Lucainena de las Torres auf seine Kosten kommen. Von dem Dörfchen am Rande der Sierra de Alhamilla aus lässt sich ein Abstecher über Los Llanos Richtung Sorbas unternehmen. Denn dort befindet sich ein weit verzweigtes Höhlensystem „Karst en Yeso“. Allerdings dieses nur innerhalb einer Führung zugänglich.
Wem das zu umständlich erscheint, der nimmt Kurs auf Tabernas mit der maurischen Alcazaba aus dem 11.Jahrhundert. Und zieht durch die einzigartige Wüste gleichen Namens seiner Spuren, um nach Los Millares zu gelangen.
Der Ort, fast 30 Kilometer vor dem Rundkursziel Almería, gilt als wichtigste archäologische Fundstelle Europas aus der Epoche der Kupferverarbeitung. Und das heißt 2.700 vor Christus!
Der kleine Rundkurs um Almería lässt sich natürlich ausdehnen. So warten hier im Süden Spanien noch zahlreiche weitere Routen darauf, von KTM-Piloten unter die Pneus genommen zu werden, um auf eine angenehme Art Land und Kultur zu vermitteln.
Zu diesen gehören beispielsweise die Ruta del Toro. Sie führt durch die „urwüchsige Landschaft des spanischen Stieres“ - von Utrera über Lebrija, Arcos, Medina Sidonia, Paterna de Ribera und Vejer nach Facinas. Oder wie wäre es, dem heißen Flamenco ein Stück durch Andalusien zu folgen? Ausgangspunkt für diese Tour wäre ebenfalls Almería. Von hier aus geht es in nördliche Richtung nach Jaén, dann weiter über Baeza, Ùbeda und Linares nach Andujar. |