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China ist ein Land mit einer Jahrtausende alten Tradition und ein Land der radikalen Veränderungen. Der Wille zum Wandel macht dabei auch vor der Natur nicht halt. Die Flutung der Jangtse-Schluchten ist nur das berühmteste Beispiel. Die unzähligen Tempel, Paläste und Kulturschätze sind wie Inseln der Ruhe in einer sonst rastlosen Umgebung.
Wer nach China fährt, wird zunächst die landschaftlichen Schätze entdecken. Da sind zunächst die Gebirge. Am bekanntesten sind Himalaja, Altai, Tianshan und Kunlun. Der höchste Berg der Welt, der Mount Everest, liegt an der nepalesischen Grenze. Bis ins erste Basislager am Fuße des Giganten kann man mit dem Motorrad fahren, wenn man denn eine Reisegenehmigung für Tibet bekommt. Die Tibet-Hochebene liegt über 4000 m hoch, für Individualtouristen ist sie immer noch ein weißer Fleck auf der Weltkarte. Die einzigartige, von China so verschiedene Kultur lässt sich am leichtesten organisiert erkunden.
Große Flüsse wie der Gelbe Fluss (Huanghe) oder der Jangste Kiang dominieren Chinas Kernland. Der Jangtse bildet die Grenze zwischen Nord- und Südchina. Über 6000 km zieht er sich durch´s Land. Die Ufer des Gelben Flusses mit ihrer fruchtbaren Lößlandschaft sind das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Han-Chinesen.
Der Küstenstreifen Chinas ist wirtschaftlich die Boom-Region des Landes. Hier leben die Menschen dicht an dicht, hier sind die Bedingungen für die Landwirtschaft gut. Hierhin pilgern tausende Menschen aus dem Kernland, um Arbeit zu finden. Wesentlich ruhiger geht es in der Inneren Mongolei zu. Nomadisch lebende Hirten treiben hier ihre Herden über die endlosen Weideflächen. Zunehmend anziehend für Touristen wird die
ganz im Süden gelegene Insel Hainan. Sie bietet Sonne pur, lange Sandstrände und viele tropische Früchte.
Für Kultur- und Geschichtsfreunde gibt es in China unzählige Anlaufpunkte. Peking und die Chinesische Mauer seien erwähnt. Xi’an bietet die größte Terrakotta-Armee der Welt, die das Grab des ersten Kaisers von China bewacht. Von hier aus könnte man entlang der Seidenstraße weiter durch den Westen reisen, durch das trockene Tal des Tarim mit der Oase Turfan bis ganz in den Osten nach Kashgar (Kashi). In der Hafenstadt Qingdao (Tsingtau) ist ein Stück deutsche Kolonialgeschichte zu bestaunen. In der von Deutschen gegründeten Brauerei wird noch heute das beste Bier des Landes herstellt. In Shanghai lässt sich das moderne China besichtigen. Die Hafenmetropole ist die chinesische Boomtown schlechthin. In der Umgebung findet sich aber auch Historisches:
In Hangzhou kann man die großen Teeplantagen besichtigen, in Suzhou Ergebnisse chinesischer Gartenbaukunst.
Besonderen Spaß macht in China das Essen. Denn man wird entdecken, dass die kulinarische Vielfalt des Landes mit dem in Europa angebotenen chinesischen Essen kaum etwas zu tun hat.
Im Norden Chinas dominieren Teigwaren und würzige Soßen. Bekannt sind die Peking-Ente (mit Hoi Sin-Pflaumensoße), chinesisches Fondue (rohes Fleisch oder Gemüse in kochend heißer Hühnerbrühe plus Soßen) oder Shuijiao (Teigtaschen mit Schweinefleisch, Schnittlauch und Frühlingszwiebeln gefüllt).
In der südchinesischen Küche werden neben Hühner-, Schweine- und Rindfleisch auch Schlangen, Hunde, Katzen und Schildkröten verarbeitet. Spezialitäten sind Cha Siu Bao (mit Schweinefleischstückchen gefüllte Teigklöße), Har Gau (gedünstete Garnelenklößchen) und Shiu Mai (gedünstetes Schweinehackfleisch mit Garnelen).
Im Osten Chinas isst man gern scharfe, saure Suppen, Meeresfrüchte, Nudeln und Gemüse. Verschiedenste Zutaten werden klein geschnitten, in Sojasoße geschmort oder in Sesamöl mit viel Knoblauch und Pfeffer gebraten.
Speziell für die westchinesische Küche ist gegrilltes Fleisch und Huhn in würziger Sojasoße mit Erdnüssen.
Das Lieblingsgetränk der Chinesen ist natürlich Tee. Meist wird grüner Tee angeboten, der dann mit Ingwer, Jasmin- oder Rosenblüten aromatisiert sein kann. Typisch chinesisch sind auch Zhian Jing (heiß servierter Reiswein), Liang Hua Pei (starker Pflaumenbranntwein) und Mao Tai (Reisschnaps). Das beliebteste Bier ist Tsingtao.
Kleine Länderkunde:
Die Volksrepublik China ist 9,6 Millionen qkm groß und hat schätzungsweise 1,3 Milliarden Einwohner. Über 90% davon sind Han-Chinesen. Daneben gibt es 55 anerkannte Minderheiten, z.B. Mandschu, Uighuren, Mongolen, Tibeter und Koreaner. Landessprache ist ein standardisiertes Hochchinesisch. Daneben existieren unzählige Dialekte und die Minderheitensprachen. Offiziell ist China ein atheistisches Land. Immer mehr Menschen wenden sich aber der Religion zu, praktiziert werden Buddhismus, Islam, Taoismus und christliche Religionen. Chinas Nationalfeiertag ist der 1. Oktober, an dem 1949 die Volksrepublik gegründet wurde. |
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