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Es sind vor allem verschiedene Gebirge, die das Land auf dem Balkan prägen. Im Norden steigt das Donauhügelland sanft an bis zu den Bergketten des Balkan, der auf der anderen Seite abfällt bis in die Flusstäler der Thrakischen Niederung. Im Süden und Westen erheben sich das Witoscha-, Rila- und Piringebirge sowie die Rhodopen. Bulgarien ist ein gut erschlossenes Reiseland, in dem man nicht immer jeden Komfort, dafür aber stets herzliche Menschen erwarten kann.
Wer in die Rhodopen fährt, den erwarten ein Labyrinth aus Bergen, Tälern und Schluchten. Die Berghänge sind nicht besonders steil, die Täler üppig grün. Ganz anders das Rila-Gebirge. Seine Gipfel sind schneebedeckt, die Bergzüge kantig, die Schluchten tief. Faszinierend im Rila sind außerdem die mehr als 150 eisigen Seen in einer Höhe von 2100 bis 2500 m und viele warme Mineralquellen.
Die gibt es auch im Pirin, das außerdem bekannt ist für seine schroffen hohen Gipfel. Kuren konnte man hier schon in der Antike, Zeugnisse davon sind in Sandanski, Dobrinischte oder Marikostenovo zu sehen.
Auch die Geschichte der Hauptstadt Sofia reicht Tausende von Jahren zurück. Im Laufe der Jahrhunderte haben hier viele Völker gelebt, und alle haben sie ihre Spuren in der Stadt hinterlassen: Römer Thraker, Byzantiner und Türken.
Wer einmal in Bulgarien ist, sollte sich einen Abstecher ans Schwarze Meer gönnen. Varna gilt als die Hauptstadt der Küstenregion. Hier pulsiert das Leben. Aber auch ein Blick in die römischen Thermen ist reizvoll. Nördlich der Stadt, am so genannten Goldstrand liegen die Badeorte wie Perlen an einer Kette aneinander gereiht.
Genauso berühmt ist der Sonnenstrand nördlich von Burgas. In Burgas lassen sich Ausflüge in die Antike unternehmen. Südlich von Burgas empfiehlt sich bei der Fahrt in Richtung Türkei ein Abstecher nach Sozopol dar. Die alte Stadt ist ins Meer gebaut und in den letzten Jahrzehnten ein beliebter Wohnort bulgarischer Künstler geworden. Sie geben der Stadt ein ganz besonderes Flair.
Das bulgarische ist meist pikant gewürzt. Besondere Leckerbissen sind kalte Joghurtsuppe mit Gurken, gefüllte Paprikaschoten und Kebapcheta (kleine, stark gewürzte Fleischröllchen). Typisch bulgarisch sind auch Banska kavyrma (Fleisch und Gemüse in einem Keramiktopf geschmort), Rodopsko cheverme (Lamm auf einem Rost über offenem Feuer gebraten) und natürlich der berühmte Shopska Salat (verschiedenes frisches Gemüse mit Schafskäse). Auch der Käse ist in Bulgarien sehr lecker.
Zum Essen trinkt man gern einheimischen Wein. (Bulgarien ist einer der größten Weinproduzenten der Welt.) Kaffee wird stark gesüßt getrunken.
Kleine Länderkunde:
Bulgarien ist 110.000 qkm groß und hat knapp 8 Millionen Einwohner. 15% der Einwohner gehören zu Minderheiten: Türken, Roma, Russen und Armenier. Landessprache ist Bulgarisch. Die übergroße Mehrheit der Einwohner gehört der bulgarisch-orthodoxen Kirche an. Ihren Nationalfeiertag feiern die Bulgaren am 3. März, dem Tag, an dem sich das Land 1878 von der türkischen Herrschaft befreite. |
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