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Dieses Land ist wie ein Kontinent. Brasilien erstreckt sich über tausende Kilometer und hat landschaftlich alles zu bieten. Tropische Regenwälder, hohe Berge, endlose Strände, weite Felder und den Amazonas mit seinem riesigen Delta. Das Straßennetz ist perfekt ausgebaut, so das sich Brasilien wunderbar mit dem Motorrad erkunden lässt.
Rio de Janeiro ist immer ein Ziel. Berühmt ist die Stadt vor allem durch den Zuckerhut, den Karneval und die schönen Mädchen an der Copacabana. Besonders eindrucksvoll aber ist Rios Lage - am Rande des Regenwaldes, unterbrochen von Hügeln, begrenzt von Buchten und Palmenstränden. Wer hier herkommt, wird schnell merken: Rio ist Lebensfreude pur. Und über allem wacht der Corcovado mit seiner 30 m hohen Christusstatue.
Östlich von Rio kommt man schnell in schroffes Gebirge. Das Bergland ist reich an Gold und Edelsteinen. Deshalb findet man hier auch prächtige Städte wie Ouro Preto. Elf Barockkirchen stehen allein in dieser Stadt. Sie sind genau so schön, wie die Gebirgsketten der Umgebung.
Wer den Amazonas erleben will, wird sein Motorrad unweigerlich auf ein Schiff verladen müssen. Von dort aus lassen sich dann bestens die riesigen Bäume in den Tropen und die aufregende Tierwelt unter dem grünen Blätterdach beobachten.
Ganz anders dagegen präsentiert sich der Nordosten. Abseits der Küste ist der Boden schnell ausgedorrt, hier wachsen nur noch Kakteen und Sträucher. Wo noch etwas grün ist, bestimmen riesige Rinderherden das Bild. Die wichtigste Stadt der Region ist Salvador de Bahia. Früher war sie Mittelpunkt des Handels mit afrikanischen Sklaven. Und noch heute kann Bahia die afrikanischen Einflüsse nicht verleugnen.
Der Süden Brasiliens ist von europäischen Einwanderern geprägt. Vielleicht auch deshalb, weil es hier aufgrund der geografischen Lage vier Jahreszeiten gibt. Blumenau wurde von Deutschen gegründet. Fachwerkhäuser und Schwarzwälder Kirschtorte ist Alltag. Porto Alegre zog die Italiener an, der Weinberge wegen. Die Portugiesen wiederum ließen sich auf der Insel Santa Catarina nieder und gründeten Florianópolis. Die Stadt mit den romantischen Strandbuchten, Dünen und weißen Stränden ist heute ein beliebtes Touristenziel.
Ist man einmal im Süden, sollte man sich die Wasserfälle Cataratas do Iguacu nicht entgehen lassen. Am Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay stürzt sich der Iguacu fast 300 m unter lautem Getöse in die Tiefe.
So vielfältig das Land, so vielfältig sind auch die Speisekarten. Im Norden haben die Sklaven aus Afrika die Küche beeinflusst. Spezialitäten sind hier Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis), Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten). Aus dem Amazonasgebiet kommen Pato no Tucupi (Ente in Wildkräutersoße) und Tacacá (dicke gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch). In Rio liebt man Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen, Würstchen, Koteletts, Schweineohren und -schwänze mit Reis, gekochtem Gemüse und Orangenscheiben).
Getrunken werden gern Vitaminas (dicke Frucht- und Gemüsesäfte mit Milch) und einheimischer Kaffee. Brasilianisches Nationalgetränk ist Caipirinha (zerstampfte Limonen, brauner Zucker, Cachaça und zerstoßenes Eis).
Kleine Länderkunde:
Die Föderative Republik Brasilien ist 8,5 Millionen qkm groß. Das entspricht knapp der Hälfte Südamerikas. 170 Millionen Menschen leben hier. Landessprache ist portugiesisch. Die Mehrheit der Brasilianer ist römisch-katholischen Glaubens. Ihren Nationalfeiertag begehen sie am 7. September. An diesem Tag im Jahre 1822 wurde Brasilien unabhängig von Portugal. |
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