Themenbereich wechseln
 
DEUTSCH
KTM Websites
KTM Newsletter
KTM Piloten stellen ihr Fachwissen zur Verfügung.
LANDEINREISEWäHRUNGKLIMAGESUNDHEITBOTSCHAFTEN
Wer mit seinem Motorrad nach Bolivien kommt, wird unweigerlich zum Kletterer. Das meiste Leben dieses südamerikanischen Landes spielt sich nämlich auf dem Altiplano ab, einem etwa 4000 m hoch gelegenen Plateau. Neben dem Altiplano bestimmen die Anden und das feucht-tropische Tiefland Llano Boliviens Landschaft. Aber sowohl in den Bergen, als auch im „Tal“ gibt es nur wenige Pisten. Ingesamt hat Bolivien nur 3000 km asphaltierte Landstraßen. Alles andere – Schotter- und Geröllpisten, Feldwege – sind nicht ganzjährig befahrbar.
 
La Paz („der Friede“) ist eine der höchstgelegenen Metropolen der Welt. In knapp 4000 m Höhe ist die Luft recht dünn, und nicht nur Fußmärsche, sondern auch Motorradfahrten werden zur puren Anstrengung. Die Stadt präsentiert sich ihrem Besucher als gigantischer bunter Markt. Überall wird gehandelt. Doch die vermeintliche Idylle trügt. Viele erhandeln sich so ihren Lebensunterhalt. Je höher übrigens die Häuser der Stadt liegen, desto ärmer sind seine Bewohner. Wer Geld hat, gönnt sich ein Leben mit etwas mehr Sauerstoff in der Luft.
Im Auf und Ab der Straßen verkeilen sich schnell Autos und Kleinbusse. Rechts und links erheben sich die Zeugnisse der Geschichte: die Barockkirchen San Francisco und Santo Domingo, der Palast Díez de Medina oder die Calle Jaén, eine typisch spanische Gasse. Von der Innenstadt aus hat man einen wunderbaren Blick auf die grünen Hänge der Anden und den Gletscher des 6300 m hohen Illimani. Und von La Paz aus lässt sich einiges erkunden. Tiwanaku ist die wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte Boliviens. Auch den Titicacasee sollte man sich nicht entgehen lassen. Wen es bergab zieht, dem sei eine Tour in die tropischen Täler nordöstlich von La Paz empfohlen. Atemberaubende Pisten führen 2000 m abwärts, vorbei an Kaffee- und Kakaoplantagen.
Wieder hoch hinaus geht es nach Potosí. Die Stadt wurde durch den Silberbergbau im 17. Jahrhundert reich und berühmt. Heute ist Potosí Weltkulturerbe. Sehenswert sind die reich verzierten Herrenhäuser und Kirchen. Über der Andenstadt thront der „reiche Berg“, der 4700 m hohe Cerro Rico.
Ganz ähnlich von der spanischen Kolonialzeit geprägt ist Sucre, die offizielle Hauptstadt Boliviens. (La Paz ist nur Regierungssitz.) Sie trägt den Namen „weiße Stadt“, wegen der vielen weiß gekalkten Hausfassaden. Auch Sucre ist Weltkulturerbe der Unesco. Gut 60 km entfernt, in Tarabuco, lässt sich jeden Sonntag der berühmteste bolivianische Kunsthandwerkermarkt bestaunen.
Egal, wohin man sich in Bolivien begibt, ob nach Oruro, nach Cochabamba oder Santa Cruz; die Wege dorthin sind spektakulär, die Kulisse am Wegesrand faszinierend.
 
Unvergleichlich präsentiert sich auch die bolivianische Küche. Nationalgerichte sind Empanada Salteña (Fleisch, Schnittlauch, Rosinen, Kartoffeln, scharfe Soße und Paprika in Teig gebacken), Lomo Montado (zartes Steak mit zwei Eiern, garniert mit Reis und gebratener Banane als Beilage), Picante de Pollo (Hähnchen, Bratkartoffeln, Reis und Salat mit Chili), Chuño (gefriergetrocknete Kartoffeln, die in Chairo-Suppe gekocht werden) und Lechón al Horno (Spanferkel mit Süßkartoffeln und Kochbananen). Dazu trinkt man einheimisches Bier. Aufgrund der Höhenlage empfiehlt es sich aber auch, viel Wasser oder Saft zu trinken.
 
Kleine Länderkunde:
Bolivien ist gut 1 Million qkm groß und hat 8,5 Millionen Einwohner. 65% davon sind Indigene, 35% Mestizen und Weiße. Landessprache ist Spanisch, daneben werden regionale Dialekte gesprochen.
Die meisten Bolivianer sind Katholiken. Der 6. August ist der Nationalfeiertag. Am 6. August 1825 wurde Bolivien unabhängig.
tell a friendprint
Copyright 2008 - KTM-Sportmotorcycle AGSitemapImpressumRechtliche HinweiseSite Credits
KTM Travel